V E R H A L T E N  I N  N O T F Ä L L E N

Niemand ist davor gefeit, in eine Notfallsituation zu kommen. Je besser man darauf vorbereitet ist, umso rascher, effizienter und besser kann man helfen! Im folgenden finden Sie ein paar Hinweise, die in einer Notfallsituation unbedingt beachtet werden müssen. Oberstes Prinzip ist immer: RUHE BEWAHREN!  

Informieren Sie sich hier über

VERHALTEN IN BRANDFÄLLEN

Die meisten der ca. 70.000 Menschen, die pro Jahr weltweit bei Bränden sterben, verhalten sich falsch. Die folgenden Regeln helfen v.a. den zwei größten Gefahren bei Bränden zu begegnen, nämlich Erstickung und Vergiftung durch Brandrauch.  

Auf folgendes ist zu achten:

Alarmieren  
Retten / Flüchten  
Löschen

Notrufnummern:

             Feuerwehr                                          122
             Rettung                                               144                                                                       
             Polizei                                                 133  

            Euronotrufnummer                                112

Was muss eine Alarmierung enthalten?

·        Wer ruft an? Angabe von Namen, Telefonnummer (falls Rückruf erforderlich)

·        Was ist passiert? (z.B. 2 PKW sind verunfallt; Brand des Wohnhauses der Famile Mustermax)

·        Wo ist es passiert? (z.B. auf der B1 zwischen Prinzersdorf und Groß Sierning bei Kilometer XY; Hafnerbach, Hauptstraße 100)

·        Gibt es Verletzte? (z.B. 2 Personen haben Verletzungen unbestimmten Grades)

·        Hinweise auf besondere Umstände und Gefahren (z.B.  1 Person ist im Fahrzeug eingeklemmt; 2 Personen befinden sich noch im bereits stark verqualmten Haus)

Wichtig: Deutlich und langsam sprechen!

2) Retten/ Flüchten

3) Löschen

Etwa die Hälfte aller Brände können gelöscht werden noch bevor die Feuerwehr am Einsatzort eintrifft. Dies setzt natürlich ein gewisses Grundwissen und Grundkenntnisse voraus:

Mit dem Löschen eines Brandes sollte erst dann begonnen werden, wenn

 Bei der Brandbekämpfung ist folgendes zu beachten:

  

VORSICHT CHRISTBAUMBRAND

Informationen finden Sie unter: http://www.home.pages.at/ffhafnerbach/christbaumbrand.htm.

 

RICHTIGE HANDHABUNG VON HANDFEUERLÖSCHERN

Feuerlöscher sind grundsätzlich nur zum Löschen von Klein- und Entstehungsbränden geeignet. Der schnelle Einsatz in den ersten Minuten ist von entscheidender Bedeutung.

Grundsätzlich gibt es verschiedenste Arten von Feuerlöschern. Man unterscheidet nicht nur nach dem verwendeten Löschmittel (z.B. Pulverlöscher, Nasslöscher, CO2-Löscher, ...), sondern auch nach den verschiedenen Brandklassen, für die ein Löscher geeignet ist (Brandklasse A: feste Stoffe; Brandklasse B: flüssige Stoffe; Brandklasse C: gasförmige Stoffe; Brandklasse D: Metallbrand). Im Einzelfall ist es wichtig, sich mit dem eigenen Löscher besonders vertraut zu machen, zu kontrollieren, welche Brände mit dem eigenen Feuerlöscher gelöscht werden können. Die erforderlichen Informationen und eine Bedienungsanleitung sind am Feuerlöscher angebracht/aufgeklebt.

Bedienung eines Feuerlöschers (BITTE BEACHTEN SIE DIE HINWEISE AUF IHREM FEUERLÖSCHER):

Beachten Sie bitte noch folgendes:

 

VERHALTEN BEI GASGERUCH  

 

 

VERHALTEN BEI VERSCHÜTTUNGEN

Achtung: Verschüttungen von Personen stellen immer eine Gefahr für die Helfer durch nachrutschende Teile, Mauern oder Lawinen dar. Es besteht die Gefahr, selbst verschüttet zu werden.

Ursachen für Verschüttungen:

Bei Verschüttungen ist es wichtig, sofort die erforderlichen Einsatzkräfte zu alarmieren: Feuerwehr, Rettung, Polizei/Gendarmerie. Dann sollten Sie selbst mit ersten Hilfsmaßnahmen beginnen. Dabei ist es aber wichtig, auf die eigene Sicherheit zu achten.

  

VERHALTEN BEI ELEKTRIZITÄT

Elektrische Anlagen sind überall zu finden: Haushalt, Betriebe, ... . Zu Gefährdung kommt es oft in Folge von Unachtsamkeit, defekten Elektrogeräten usw..

Bei Niederspannung (Spannung bis 1000 V) ist es wichtig, zuerst den Strom abzuschalten, den Stecker zu ziehen oder den eigenen Standort zu isolieren. Erst dann kann der Verunglückte aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Dabei ist es wichtig, keinen unmittelbaren Hautkontakt zum Verunglückten herzustellen (an der Kleidung anfassen, mit Stock, Plastiksack über den Händen, ...).

Bei Hochspannung erst aktiv werden, wenn der WVU oder die Bahn nachweislich den Strom abgeschaltet hat. Daher zuerst Verbindung mit dem EVU herstellen (Telefonnummer kann an den Strommasten abgelesen werden). Bis der Strom abgeschaltet ist, mindestens 10 m Abstand halten!

 

VERHALTEN BEI GÄRGAS UND FAULGAS

Immer wieder kommt es (gerade in der Landwirtschaft) zu zahlreichen Unfällen in Silos, Weinkellern oder Senkgruben mit Gärgas. Die Gase sind schwerer als Luft, fließen in tieferliegende Räume wie Flüssigkeiten und wirken daher erstickend.

Bei derartigen Unfällen keine Menschenrettung ohne Pressluftatmer durchführen! Eine brennende Kerze oder ein Vogel sind keine ausreichende Kontrolle, ob noch genug Sauerstoff vorhanden ist. Sowohl die Kerze als auch der Vogel benötigen weniger Sauerstoff zum Brennen bzw. Atmen als der Mensch!

VERHALTEN BEI EISEINBRUCH

Im Winter brechen Personen leider immer wieder beim Eislaufen auf Seen, Flüssen usw. ein. Wenn sich die Person nicht selbst retten kann, sollte ihr vorsichtig geholfen werden. Dabei ist es wichtig, dass der Helfer sein ganzes Gewicht auf eine möglichst große Eisfläche verteilt. Gehen Sie dazu am besten liegend vor, z.B. auf einer Leiter. Der Retter sollte dabei immer vom Ufer aus z.B. mit einer Leine oder einer langen Stange) gesichert werden.

Natürlich handelt es sich bei diesen Informationen und Hinweisen um keine abschließende Auflistung. Im Einzelfall kann man vor Herausforderungen stehen, die mit diesen Grundsätzen nicht bewältigt werden können. Umso wichtiger ist es, Ruhe zu bewahren und die erforderlichen Einsatzkräfte sofort zu alarmieren.  

ZIVILSCHUTZALARMSIGNALE

 

Quelle: Brand Aus, ÖBFV Handbuch für die Grundausbildung  


Letzte Aktualisierung: 08. Jänner 2009